Zur Geburt - die wichtigsten Möbel fürs Baby

Wenn das Baby da ist, soll das Kinderzimmer bezugsfertig sein, ausgestattet mit allem Drum und Dran. So wünschen sich das die Eltern. Dabei ist das gar nicht nötig. Das Baby braucht nur einen Platz zum Schlafen und einen zum Wickeln.

Ulla Arens von Ulla Arens   |   29 August 2018
Zur Geburt - die wichtigsten Möbel fürs Baby

Der Bauch wächst und mit ihm der Wunsch, für die Ankunft des Babys das Kinderzimmer so schön wie nur möglich einzurichten. Aber lasst euch nicht vom Nestbautrieb überwältigen, dafür habt Ihr noch jede Menge Zeit. Ein eigenes Zimmer braucht das Baby zunächst gar nicht. Neun Monate hat es in Mamas Bauch gewohnt, ihren Herzschlag gespürt, ihre Stimme gehört. Da mag es auch nach der Geburt in ihrer Nähe sein statt in einem eigenen, stillen Zimmer zu liegen, ganz egal wie liebevoll das neue kleine Reich auch ausgestattet ist.
Alleinsein löst bei Neugeborenen tiefsitzende Ängste aus. Sie sind auf den Schutz der Eltern angewiesen. Nur wenn ein Baby weiß, dass Mama und Papa bei ihm sind, es die Eltern sieht, hört, spürt, kann es sich sicher und geborgen fühlen. Deshalb schläft der Säugling nachts auch am liebsten bei ihnen.

Aus medizinischen Gründen wird das ohnehin empfohlen.  „Babys sollten im ersten Lebensjahr bei ihren Eltern schlafen“, rät Hebamme Sonja Kleinrath aus Bochum. „Die Nähe zu ihnen senkt das Risiko, am plötzlichen Kindstod zu sterben.“ Selbst ein eigenes Bettchen ist nicht zwingend notwendig. Denn das Baby kann sich auch mit Mama und Papa die Matratze teilen. „Immer mehr Eltern praktizieren das sogenannte Co-Sleeping“, weiß die Hebamme. „Denn es hat ja auch viele Vorteile für die Mutter. Sie muss zum Stillen nicht mehr aufstehen, wird vom Baby auch nicht aus dem Tiefschlaf gerissen. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich der Schlafrhythmus von Mutter und Kind sogar aneinander angleichen.“

Auch wenn viele Kinderärzte aus Gründen der Sicherheit immer noch vom Co-Sleeping abraten – Eltern können ihr Baby unbesorgt bei sich im Bett haben, wenn einige wichtige Voraussetzungen erfüllt sind, so Sonja Kleinrath.  „Im Familienbett darf niemand schlafen, der raucht, trinkt, Drogen nimmt und stark übergewichtig ist.“ Auch wichtig: Das Baby sollte nicht auf dem Kopfkissen der Mutter liegen und nicht mit ihrer Bettdecke zugedeckt werden. Stattdessen schläft es am besten im Babyschlafsack zwischen Mutter und Wand - und natürlich in Rückenlage, damit es frei atmen kann. 

Wenn Kinder dann mobiler werden, wollen sie immer noch Mama und Papa in der Nähe wissen, auch beim Spielen.  Das können sie wunderbar auf einer Krabbeldecke im Wohnzimmer, mit der sie in die Küche umziehen, wenn Mama oder Papa kochen muss. „Bis ins Kindergartenalter hinein ist ein eigenes Zimmer also eigentlich nicht notwendig“, betont Hebamme Kleinrath. 

Braucht man also gar keine Möbel anzuschaffen, wenn das Baby kommt? Doch, ganz ohne geht es nicht. Zwei Dinge sind wichtig:
1. Eltern brauchen einen Ort, an dem sie bequem Windeln wechseln können. Das geht am besten auf einer Wickelkommode, die im Babyzimmer ihren Platz hat.  
2. Das Baby sollte auch tagsüber einen Platz haben, wo es in der Nähe von Mama und Papa schlafen kann. Von daher macht der Kauf eines Kinderbettes für viele Eltern durchaus Sinn. 

1. Darauf solltet ihr beim Kinderbett achten

Schon bei einem Babybett ist die richtige Matratze wichtig. Sie sollte eher hart als weich sein, außerdem atmungsaktiv und schadstofffrei. Natürlich sieht es schön und gemütlich aus, wenn so ein Bettchen auch einen Himmel und ein Nest, also eine weiche Bettumrandung, hat. Besser ist es allerdings ohne, um das Baby vor dem Plötzlichen Kindstod zu schützen. Ein eher karges Bett bietet eurem Kind viel mehr Sicherheit. Denn das gewährleistet, dass die Luft zirkuliert, dass es nicht zu einer Überwärmung oder einem Wärmestau kommt und das Baby frei atmen kann. Auf solche Zutaten solltet Ihr deshalb möglichst verzichten, so Hebamme Sonja Kleinrath: 

° Kissen
° Fellunterlage
° weiche Umrandung
° einen Himmel, vor allem, wenn er aus nicht aus Baumwolle ist
° eine Zudecke, die kann über sein Gesicht rutschen - besser ist ein Schlafsack
° Kuscheltiere im Bett

Es gibt unterschiedliche Arten von Babybetten. Ihr müsst euch entscheiden, womit ihr am besten klar kommt. Wir stellen euch einige schöne Modelle vor.

Modernes Design: Wiege von Babybjörn

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Schlicht, stylish und trotzdem gemütlich.  Das hat auch seinen Preis. Ein prima Geschenk von den zukünftigen Großeltern.

Der Klassiker unter den Babybetten ist natürlich die Wiege. Beim Schaukeln kann das Baby entspannen, denn die Bewegungen erinnern es an die Zeit im Mutterleib. Es kann diese Wiege sogar selbst zum Schaukeln bringen, wenn es sich hin und herbewegt. Das Netzgewebe sorgt dafür, dass das Kind frei atmen kann und die Eltern es immer im Blick haben. Noch ein Vorteil: Die stabile Wiege lässt sich einfach zusammenklappen, man kann sie auch als Reisebett benutzen. 

Praktisch – der Waldin-Stubenwagen

Praktisch – der Waldin-Stubenwagen

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Ein Indoor-Bollerwagen für die ganz Kleinen mit großen, breiten Rädern. 

Dank der großen Rollen ist ein Stubenwagen flexibel. Man kann ihn von einem Zimmer ins andere schieben, das Baby kommt einfach mit, egal wo Mama und Papa sind. Bei diesem Modell kann man zwischen unterschiedlichen Designs wählen. Im Preis ist zwar Zubehör enthalten wie Kissen und Decken, aber das solltet ihr nicht benutzen, da davon abgeraten wird (s.o.). 

Langlebig – das Belivin 2 in 1 Babybett

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Nicht nur für das Babyalter, sondern auch für die Zeit danach. Dieses Bett wächst mit. 

Gitterbetten sind die preisgünstigste Lösung. Hier schläft das Baby nicht nur während der ersten Monate, bis es herauswächst. Auch ein Kindergartenkind hat in diesem Bett  noch Platz, denn mit den Maßen 140 x 70 cm könnt ihr es es zu einem Juniorbett umbauen. Das Design des Belivin Babybetts ist zeitlos schlicht und dennoch modern. Es passt damit in jedes Kinderzimmer. Lattenrost und Rahmengitter sind aus massivem und stabilem Buchen-Holz gefertigt. Das Holz selbst stammt aus nachhaltiger und zertifizierter Holzwirtschaft. Noch ein Plus: Der Hersteller gibt sieben Jahre Garantie. 


Ganz nah bei Mama: FabiMax 2386 Beistellbett BASIC natur

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Entspannt liegen für Drei  –  fast wie in einem Bett aber trotzdem getrennt.

Wer sein Baby nah bei sich haben will, ohne es im Elternbett schlafen zu lassen, braucht ein Beistellbett wie das von Fabi Max. Es ist stufenlos verstellbar, das heißt ihr könnt es problemlos an das Elternbett anpassen, sodass alle auf einer Höhe schlafen. Mama muss also zum Stillen nicht aufstehen, sondern kann das Baby einfach zu sich rüberholen. Das Bett in neutralen Design ist aus massivem Erlenholz und unbehandelt.

2. Darauf solltet ihr bei einer Wickelkommode achten

Bis euer Kind trocken ist, werdet ihr ihm zwischen 4.000 bis 6.000 mal die Windeln gewechselt haben. Schon allein, um den Rücken zu schonen, lohnt sich die Anschaffung einer Wickelkommode. Außerdem ist sie viel mehr als nur ein Platz zur Pflege, sie ist nämlich auch Babys Wellnessbereich. Hier fühlt es sich wohl, wenn es unten ohne strampeln kann. Es freut sich darüber, dass Mama und Papa hier mit ihm lachen, schmusen, Quatsch machen, Kitzelspiele spielen oder ihm etwas vorsingen – und damit die Bindung stärken.
Praktisch ist eine Wickelkommode ohnehin. Hier ist alles griffbereit: neue Windel, frischer Body, Waschlappen oder eine Schüssel Wasser. Achtet darauf, dass die Wickelkommode links und rechts eine Erhöhung hat, damit das Baby gesichert ist, wenn es mobiler wird. Neugeborene haben es gerne warm beim Strampeln und Umziehen. Es macht also Sinn, über der Wickelkommode einen Heizstrahler anzubringen. 

Schlichter Schick – die Wickelkommode Belivin 2 in 1

Schlichter Schick – die Wickelkommode Belivin 2 in 1

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Nicht nur praktisch. Dank des zeitlosen Designs passt diese Kommode in jedes Kinderzimmer.

Jede Menge Babysachen haben in den geräumigen Schubladen Platz. Und sie lassen sich auch babyleicht öffnen, man braucht sie nur antippen (push to open System). Das geht sogar beim Wickeln mit den Knien, sodass die Hände beim Baby bleiben können. Den Aufsatz kann man ganz leicht abnehmen, wenn er nicht mehr gebraucht wird. Dann kann das Möbelstück als ganz normale Kommode genutzt werden. Übrigens: Sie passt gut zum Belivin 2 in 1 Babybett (s.o.) aus der gleichen Produktlinie. 

Fröhlich – die Polini Kids Baby Wickelkommode Simple 1580

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Es muss nicht immer weiß sein – diese Wickelkommode besticht durch eine Auswahl vieler Farben. 

Es gibt sie in Blau, Rosa, Gelb, Grün, Natur oder schlicht Weiß. Der Wickelaufsatz ist faltbar, damit wird Platz gespart und die Kommode kann direkt an der Wand stehen. Auch hier lässt sich der Aufsatz problemlos wieder abnehmen, wenn er nicht mehr gebraucht wird. Damit verwandelt sich Babys Wellness-Center in eine ganz normale Kommode. 

Platzsparend - das Wandwickelregal von Roba

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Diese schlichte und funktionale Wickelkommode findet überall Platz.

Nicht immer ist genug Raum für eine Wickelkommode. Kein Problem! Denn dieses Wickelregal wird einfach an der Wand festgedübelt und der Tisch heruntergeklappt, wenn die Windel voll ist. Durch das Stoßdämpferscharnier gleitet der Wickeltisch sanft nach oben oder unten. Auf die Ablage an der Rückwand kann man Windeln, Cremes etc. abstellen. Mit dabei: Eine gepolsterte Wickelauflage. Nach dem Windelwechseln klappt man den Tisch einfach wieder hoch. 


Ulla Arens
von Ulla Arens

Sie findet Menschen total spannend – kleine genauso wie große – und ist deshalb Journalistin geworden. Sie lebt in ihrer Lieblingsstadt Köln, schreibt für Print und Online. Und wenn sie nicht gerade arbeitet, liest sie oder versucht, Ihre Rückhand beim Tennis zu verbessern.