Das beste Equipment für Fotografen

Zubehör für Fotografen bewegt sich fast ausschließlich im höherpreisigen Bereich. Doch es gibt auch Schnäppchen, die jeden Fotoalltag verschönern – zehn günstige und schöne Ideen vom Stativ über Gürtel bis zum Reinigunsset.

Jörg Rieger von Jörg Rieger   |   23 Dezember 2018
Das beste Equipment für Fotografen

Kaum ist die Kamera samt Objektiv angeschafft und die Leidenschaft für die Fotografie geweckt, schwenkt der Blick hinüber zur Ausrüstung, die den Fotoalltag erleichtern soll. comprigos Fotoexperte Jörg Rieger hat beispielhaft zehn Ideen für tolles Fotozubehör zusammengestellt, das gleichzeitig günstig und gut ist und für jeden Fotografen eine Bereicherung bedeutet.

Kameratasche: Cullmann Madrid Maxima 330

  • handlich und leicht für Tagestouren
  • günstiger Preis
  • nicht für lange Touren geeignet
  • keine zusätzliche Regenhülle
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Die Madrid Maxima 330 Kameratasche von Cullmann bietet auf Reisen Platz für einen DSLR-Kamerabody mit angebrachtem Objektiv und zwei zusätzlichen Objektiven. Wichtig bei einer Kameratasche wie dieser 330er ist eine solide Polsterung, sodass das Equipment auch bei Stößen gut geschützt ist.

Durch die flexible Inneneinteilung werden die Objektive zudem im Innenraum voneinander getrennt. Das Außenmaterial der Tasche ist robust und wasserabweisend, sodass die Technik auch bei einem plötzlichen Regenschauer nicht gleich feucht wird. Zusätzliche Fächer und Taschen ermöglichen das organisierte Verstauen von kleinteiligem Fotozubehör wie Speicherkarten. Das geringe Eigengewicht und der gepolsterte Tragegurt garantieren einen hohen Tragekomfort, auch wenn es einmal länger dauert. Für knapp unter 40 Euro ist die Umhängetasche eine kompakte und sichere Transportmöglichkeit und zudem ein echter Hingucker.

Einbeinstativ: Manfrotto Element

  • leicht und praktisch
  • hohe Belastbarkeit
  • nicht so stabil wie ein Dreibeinstativ
  • Maximalhöhe nur 1,5 m
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Ein Stativ gehört zur Standardausrüstung eines jeden Fotografen. Eine leichte Alternative zu unhandlichen und schweren Dreibeinstativen sind Einbeinstative wie das „Element“ des italienischen Stativspezialisten Manfrotto. Es ist leicht zu verstauen und lässt sich neben weiterem Fotozubehör problemlos in einem Rucksack transportieren. Natürlich ersetzt es nicht die Fähigkeit zum selbständigen Stehen eines Dreibeinstatives, doch kann es gerade bei längeren Brennweiten und bei Dämmerung die notwendige Stabilität für scharfe Bilder liefern.

Das "Element" ist hochwertig verarbeitet und besteht aus fünf ausziehbaren Aluminiumsegmenten für eine maximale Höhe von 150 cm. Der Fuß ist austauschbar, sodass sich auf glatten Böden mit einem Gummifuß oder auf erdigen Böden mit einem Spike arbeiten lässt. Mit einer maximalen Belastung von 15 kg eignet sich dieses Einbeinstativ auch für den Einsatz von schweren DSLRs in Kombination mit Teleobjektiven.

Reflektor: Walimex Faltreflektoren-Set 5-in-1

  • effektives Aufhellen und Abdunkeln
  • Material anfällig durch Tausch der Bezüge
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Mit Faltreflektoren wirft man eintreffendes Licht zurück und kann damit ganz einfach mit dem vorhandenen Licht arbeiten und seine Motive aufhellen. Für Portraitfotografen, die ohne zusätzliches Kunstlicht, also nur mit natürlichem Licht arbeiten wollen, sind diese zusammenfaltbaren Federringe unerlässlich.

Mit einem Durchmesser von 107 cm lässt sich der Walimex-Reflektor mit unterschiedlichen Bezügen zu verschiedenen Situationen einsetzen: Je nach aufgespannter Folie wird das eintreffende Licht warmtonig oder kühl, fein oder hart reflektiert. So werden unschöne Schatten im Gesicht oder auch starke Schlagschatten problemlos aufgehellt. Zusätzlich bietet der bereits eingespannte Diffusor die Möglichkeit hartes Sonnenlicht aufzubrechen, sodass ein ideales Beauty-Licht für Portraits entsteht. Zusammengefaltet lässt sich der Reflektor in eine Tasche von etwa 40 cm Durchmesser verpacken und platzsparend transportieren.

Fotogürtel: efonto/JCC Outdoor Travel Utility

  • stets alles griffbereit
  • gute Verarbeitung
  • begrenztes Fassungsvermögen
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Wer unterwegs mehr als eine Kamera mit Objektiv hat, kennt das Problem: Der perfekte Fotomoment zeichnet sich ab, die Suche nach dem passenden Objektiv in der Fototasche dauert ewig, und schon ist der Moment verstrichen. Mit einem Fotografiegürtel von efonto/JCC hat man sein gesamtes Equipment körpernah und griffbereit bei sich und kann so schnell reagieren.

Die Länge des Gurtes lässt sich stufenlos von 63 bis 116 cm einstellen, sodass er sich bequem tragen lässt. Vier Metallringe dienen zum Einklinken von Objektivköchern oder Kamerabodies. Zwei elastische Bänder am Gurt ermöglichen das Fixieren der Kamera beim Tragen um den Hals, sodass diese beim Gehen nicht hin- und herbaumelt. Zusätzlich zu dem Gürtel können von derselben Marke auch passende Objektivbeutel erworben werden, die perfekt in die eingearbeiteten Laschen passen.

Dreibeinstativ: Manfrotto Compact Light

  • günstiger Preis
  • stabil für scharfe Fotos
  • vergleichsweise niedrige Arbeitshöhe
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Das klassische Dreibeinstativ darf in keiner Fotoausrüstung fehlen. Es stellt die Grundlage für wirklich scharfe Bilder auch bei längeren Belichtungszeiten dar. Das Manfrotto Compact Light zeichnet sich durch seine besondere Leichtigkeit aus und lässt sich mit nur 820 Gramm problemlos zum Reisegepäck hinzufügen.

Mit seinen vier Beinsegmenten und einer ausgefahrenen Mittelsäule hat es eine maximale Arbeitshöhe von 131 cm. Die Stativplatte hat ein standardisiertes Schraubgewinde und passt somit auf jede Kamera. Sie sitzt auf einem Kugelkopf, der sich über eine Stellschraube lösen und festigen lässt. Das ermöglicht schnelles Ausrichten der Kamera mit nur einem Handgriff. Mit einer maximalen Tragelast von 1,5 kg ist dieses Stativ für kleine und mittelgroße Kameras geeignet. Für schwerere Ausrüstung sollte ein größeres Stativmodell angeschafft werden.

Speicherkarte: SanDisk Extreme Pro Flash (128 GB)

  • hohe Datengeschwindigkeit
  • sehr zuverlässig und nicht anfällig
  • wasserdicht
  • für Videoaufnahmen empfehlen sich schnellere Varianten
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SD-Speicherkarten findet man inzwischen in beinahe jeder modernen Digitalkamera, und mit Kapazitäten von 64 bis 128 GB wie bei diesem Modell von Markenhersteller SanDisk ist man selbst bei längeren Fotoreisen auf der sicheren Seite. Dank des hohen Datendurchsatzes von 90 MB pro Sekunde lässt diese Speicherkarte auch nicht lange auf sich warten: So lassen sich Highspeed-Serienaufnahmen auch in guter Qualität bewältigen. Auch die Übertragungsgeschwindigkeit ist mit 95 MB pro Sekunde ganz oben angesiedelt, sodass der Datentransfer auf den Computer in kürzester Zeit erledigt ist.

Ein weiterer Vorteil der SanDisk Extreme PRO Speicherkarten: Sie sind hitzebeständig, wasserdicht, unempfindlich gegen Erschütterungen und auch resistent gegen Röntgenstrahlen. Somit können sie ohne Bedenken im Fluggepäck mitgetragen werden, ohne dass ein Verlust der aufgenommenen Bilder befürchtet werden muss.

Kamera-Reinigungsset: Greleaves Professional Cleaning

  • günstiger Preis
  • wirkungsvoll
  • Linsenreinigungsstift unbrauchbar
  • fehlende Anleitung
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Beim dauerhaften Einsatz lässt es sich nicht vermeiden, dass die Kamera oder die Objektive nicht doch einmal schmutzig werden. Staub oder Fingerabdrücke auf der Linse führen zu unschönen Bildeffekten, weshalb es wichtig ist, geeignetes Reinigungsmaterial zur Hand zu haben. In diesem Set befinden sich neben zahlreichen feuchten Reinigungstüchern für die Linse auch noch ein Mikrofasertuch. Der große Pinsel eignet sich zum ersten Entfernen von gröberer Verschmutzung, um das Glas nicht mit Staubkörnern oder ähnlichem zu verkratzen. Um Staub vom Sensor zu entfernen, gibt es zudem einen Blasebalg.

Das gesamte Reinigungswerkzeug befindet sich sehr kompakt in einer praktischen Aufbewahrungsbox. Trotzdem gilt: Bei gröberer Verschmutzung des Sensors sollte man die Kamera lieber zur professionellen Reinigung. Wenn der Sensor einmal durch das falsche Reinigungsmittel oder unsachgemäße Behandlung verrutscht oder beschädigt wurde, ist der Schaden oft irreparabel.

Externe Festplatte: Toshiba Canvio Basics (1 TB)

  • gutes Preisleistungsverhältnis
  • gute Verarbeitung
  • anfällige Mechanik
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Heute gibt es viele Möglichkeiten, wichtige Dateien wie Fotos zu sichern. Dabei bringt jede Variante, ob Cloud-Online Speicher oder gebrannte CDs, ihre Vor- und Nachteile. Unbestreitbar sind jedoch die Vorzüge der externen Festplatte: Für ein gutes Preisleistungsverhältnis lässt sich eine große Datenmenge auf nur einem Gerät absichern, das unabhängig von der Internetverbindung und vom eigenen Rechner funktioniert.

Zwar ist die HDD Festplatten-Technologie nicht so schnell wie ihr Nachfolger SSD, jedoch bietet sie eine vernünftige Alternative für den schmaleren Geldbeutel. Mit einem USB 3.0 Highspeedport ist eine schnellstmögliche Übertragung zwischen den USB-Schnittstellen gewährleistet. Die Stromversorgung erfolgt bei dieser Festplatte ebenfalls über den USB-Port, sodass kein zusätzliches Kabel notwendig ist und auch eine Handhabung unterwegs mit einem Laptop problemlos möglich ist.

Foto-Glaskugel: Rollei Lensball 90 mm

  • ermöglicht kreative, ungewohnte Fotoaufnahmen
  • ungewöhnliches Equipmwent
  • nicht für Jedermann nützlich
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In der Astrologie werden Glaskugeln eingesetzt, um Einblicke in unzugängliche Welten zu erhaschen. Doch auch ohne hellseherische Fähigkeiten bieten sie spannende und originelle Möglichkeiten für Fotografen. In ihnen werden die eintreffenden Lichtstrahlen um 180 Grad gedreht, sodass alles hinter der Glaskugel kopfüber steht. Mit diesem Effekt lassen sich ungewöhnliche und witzige Bilder gestalten.

Die Vollglaskugel ist speziell für fotografische Zwecke hergestellt und frei von Lufteinschlüssen oder unsauberen Schleifspuren. Die Qualität des Glases ist so gewählt, dass klare und scharfe Bilder entstehen. Geliefert wird die Kugel mitsamt Täschchen, Reinigungstuch und praktischem Aufbewahrungsbehälter. Mit einem Durchmesser von 90 mm ergibt sich ein Bildkreis, der auch für größere Szenarien genügend Bildfläche einfängt. Der Rollei Lensball ist damit ein Garant für originelle Fotomotive.

Fernauslöser: Hama IR Mini 2

  • universell nutzbar
  • günstiger Preis
  • Verarbeitung könnte etwas besser sein
  • nicht mit jeder Kamera kompatibel
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Ein kabelloser Fernauslöser ist eine feine Sache. Zum einen ersetzt er in vielen Fällen den Selbstauslöser: Kein Sprint von der Kamera ins Gruppenbild mehr, sondern einfach per Knopfdruck die Kamera zum Auslösen bringen. Abgesehen davon kann man bei besonders langen Brennweiten oder kritischen Verschlusszeiten selbst mit einem Stativ Verwacklungen nicht gänzlich vermeiden, wenn man mit der Hand an der Kamera auslöst. Auch hier kann ein Fernauslöser die notwendige Abhilfe schaffen und für scharfe Bilder sorgen. Per Infrarot wird das Signal an den IR-Empfänger der Kameras weitergegeben.

Das Modell von Hama ist ein echter Hersteller-Allrounder und holt alle gängigen Kameramarken ab: Mit vier separaten Tasten wird je nach Hersteller (Nikon, Canon, Olympus oder Pentax) das Signal an die Kamera weitergegeben. Die Reichweite des Auslösers kann je nach Kameramodel variieren, reicht aber erfahrungsgemäß für das typische Gruppenfoto beim Betriebsausflug oder bei der Familienfeier absolut aus.

Jörg Rieger
von Jörg Rieger

"Kompliziertes ganz einfach" – so lautet Jörg Riegers Motto. Der freiberufliche Redakteur ist seit Jahren für verschiedene Online- und Printmedien tätig und hat bereits mehrere Bücher für Computereinsteiger veröffentlicht. Dabei ist der gelernte Mediendesigner mit Mac OS und Windows gleichermaßen vertraut. Als Software-Trainer veranstaltet er vor Ort und in Webinaren Kurse für namhafte Unternehmen und gibt Privatanwendern in Einzel- und Gruppentrainings sein Fachwissen aus den Bereichen Mac, PC-Wissen für Einsteiger, Digitalfotografie und Bildbearbeitung weiter – immer getreu seinem Motto, seine Leser wie Zuhörer einfach und verständlich ans Ziel zu führen.