Auf der Suche nach einem Gebrauchtwagen? So werdet ihr online fündig.

Ein Auto kauft man nicht jeden Tag - und gerade bei gebrauchten Wagen muss man genau hinschauen. Wir zeigen euch, wie ihr gute Schnäppchen findet.

Auf der Suche nach einem Gebrauchtwagen? So werdet ihr online fündig.

Das teuerste am Auto ist sein Wertverlust - sagen viele Experte. Denn tatsächlich sinkt der Wert eines neuen Autos, sobald ihr als Käufer damit vom Hof des Händlers fahrt.  
Bereits am Ende des erstes Jahres liegt der Verlust bei bis zu 40 %. Das ist keine gute Nachricht für Käufer von Neuwagen. Gleichzeitig aber ein gutes Argument, sich lieber für einen Gebrauchtwagen zu entscheiden.

Aber auch beim Kauf von gebrauchten Autos lauern einige Fallen. Deshalb ist es wichtig, sich vorher ausführlich zu informieren, um keinen überteuerten Fehlkauf zu landen. Worauf ihr dabei achten müsst? Hier sind unsere wichtigsten Tipps:

Was sind eure Ansprüche, wie hoch das Budget?

Taschenrechner und Kalkulation

Einer der ersten Schritte beim Kauf eines Gebrauchtwagens ist, sich genau zu überlegen, welche Anforderungen das Auto erfüllen muss? Sucht ihr ein Familienauto mit sogenannter ISOFIX-Ausstattung, mit der sich Kindersitze sicher und einfach befestigen lassen? Soll das Auto zwei Türen haben oder vier? Haben ihr einen Hund, der zum Beispiel in einem geräumigen Kofferraum Platz finden soll. Legt ihr Wert auf Zubehör wie einen Dachgepäckträger für Fahrräder und andere Sportgeräte? Oder seid ihr auf der Suche nach einem etwas schickeren Sportwagen?

Überlegt euch außerdem, wie viel Geld ihr ausgeben wollt. Legt von vorneherein einen Mindestbetrag und einen Höchstbetrag fest. Das gibt euch etwas Spielraum und wird euch helfen, ein bestimmtes Budget einzuhalten. 

Seid ihr euch über Anforderungen und Budget klar geworden, könnt ihr auf Seiten wie www.autoscout24.de, www.mobile.de oder www.gebrauchtwagen.de gezielt die Suche eingrenzen und schnell einem guten Gebrauchten auf die Spur kommen, der perfekt für eure Bedürfnisse geeignet ist.

Beim Händler oder von Privat kaufen

Autos in einem hohen Turm auf vielen Etagen

Die meisten Menschen in Deutschland, genauer gesagt 81 %, kaufen auch ein gebrauchtes Auto lieber beim Händler. Das hat mehrere Gründe, wie eine Forsa-Umfrage ergab:

83 % sagen: Der Händler bietet mir eine Gewährleistung.
63 % argumentieren: Der Händler nimmt mein altes Auto in Zahlung.
60 % überzeugt: Beim Profi kann ich eine Garantie abschließen.
54 % weisen darauf hin: Der Händler bietet zusätzliche Service-Leistungen wie z.B. TÜV an.

Viele Argumente sprechen also dafür, beim Händler zu kaufen. Der einzige Haken ist: Die Autos sind dort meist etwas teurer als von Privat. 

Um ein Gefühl für einen fairen Preis zu einem Gebrauchten zu bekommen, hilft es, einen Preisrechner zu befragen, zum Beispiel den vom ADAC. Mit dieser Information in der Hand, könnt ihr eventuell auch den Händler davon überzeugen, noch etwas vom Preis nachzulassen.

Checkliste für den Kauf

Ein Mann prüft den Ölstand bei einem Auto

Egal, ob ihr beim Händler oder von Privat kauft - nehmt eine zweite Person, am besten einen Autokenner, mit zum Besichtigungstermin und geht diese Checkliste Punkt für Punkt gemeinsam durch:

  • Reifen: Wie alt bzw. abgefahren sind sie?
  • Macken und Kratzer: Gibt es irgendwelche sichtbaren Schäden? Um sie zu erkennen, das Auto am besten bei hellem Tageslicht begutachten.
  • Karosserie: Achtet auch auf rostige Stellen. Ungleichmäßige Abstände zwischen Türen und Hauben sind ein Hinweis auf einen möglichen Unfallschaden.
  • Elektrik: Testet alle elektrischen Funktionen, zum Beispiel Fensterheber, Radio, Licht, Klimaanlage. Falls irgendetwas nicht funktioniert, zieht die Reparaturkosten vom Endpreis ab.
  • Glas: Prüft alle Scheiben auf Sprünge und Rissen.
  • Polster und Sitze: In welchem Zustand ist das Innenleben des Autos. Sind die Sitze sauber oder fleckig, riecht es nach Rauch? Wirkt das Auto gepflegt?
  • Flüssigkeitsstände: Schaut auch unter die Motorhaube. Sind Öl-, Brems- und Servolenkungsflüssigkeiten ok? Eventuell Rückstände deuten auf undichte Stellen hin.
  • Öldeckel: Achtet beim Inspizieren des Motors auch auf weißliche Substanzen, die sich rund um die Öldeckel bilden. Dies ist ein Anzeichen dafür, dass sich Öl mit Kühlmittel vermischt, was auf einen Ausfall der Zylinderkopfdichtung hindeutet.
  • Ersatzrad: Ist eins vorhanden und in welchem Zustand ist es?

Probefahrt

Mann am Steuer

Schließt euren Check unbedingt mit einer Probefahrt ab. Die Experten vom ADAC empfehlen, dafür eine verkehrsarme Strecke auszusuchen, weil sich bestimmte Mängel erst bei höheren Geschwindigkeiten/Motor-Drehzahlen zeigen. Auch dabei solltet ihr euch an einer Checkliste entlang hangeln. Dabei auf folgende Dinge achten:

  • Springt der Motor einwandfrei an?
  • Lässt sich das Getriebe leicht und lautlos schalten?
  • Macht der Motor oder Auspuff ungewöhnliche Geräusche?
  • Läuft das Auto auf ebener Fahrbahn exakt geradeaus?
  • Ist das Lenkrad auch noch bei über 80 km/h ruhig oder vibriert es?
  • Hört ihr beim Bremsen Schleifgeräusche?