iPhone Lightning Port richtig reinigen: Technische Tipps

Ablagerungen wie Staub und Feuchtigkeit im Lightning Port des iPhones sorgen dafür, dass der Ladeprozess beeinträchtigt wird. comprigo erklärt, wie die Ladebuchse des Smartphones effektiv gereinigt werden kann, ohne Schäden anzurichten.

Nico Barbat von Nico Barbat   |   09 Januar 2019
iPhone Lightning Port richtig reinigen: Technische Tipps

Das Apple iPhone (und natürlich auch Smartphones anderer Hersteller) ist schon eine feine Sache – das kleine technische Wunderwerk macht das Leben auf so vielen Ebenen einfacher. Wie jedes elektronische Gerät ist aber auch das iPhone nicht vor technischen Problemen gefeit. Überdurchschnittlich oft bereiten die Anschlüsse Kopfschmerzen: In die offene Ladebuchse beispielsweise, beim iPhone neuerer Generationen Lightning Port genannt, können leicht Staub und Feuchtigkeit eindringen. Dadurch kann die Funktion beeinträchtigt werden, sodass das Gerät nicht mehr auflädt. Wir erklären, wie die Ablagerungen effektiv beseitigt werden können.

So bitte nicht: Weg mit spitzen Gegenständen!

Auf vielen Websites, die sich mit dem Thema befassen, wird auf spitze Werkzeuge verwiesen. Hilfsmittel wie die SIM-Karten-Nadel sind jedoch nur für das Entfernen der Karte aus dem Card-Tray gedacht und nicht für das Reinigen von empfindlichen elektronischen Kontakten geeignet. Der Einsatz womöglich scharfkantiger Gegenstände kann irreparable Schänden verursachen. Ebenfalls ungeeignet sind Zahnstocher, denn sie können brechen und Holzreste hinterlassen. Also, bitte Finger weg davon!

Methode 1: Dienstleister beauftragen

Auch, wenn es nicht jeder gerne hören mag - die sicherste Methode, ein technisches Gerät zu reinigen oder gar zu reparieren, ist die Suche nach professioneller Hilfe. Fachleute verfügen über die richtigen Werkzeuge und vor allem über das Wissen und die Fähigkeit, um die Ladebuchse (und andere Teile wie Displays) fachmännisch zu reinigen, ohne sie zu beschädigen. Spezialisierte, seriöse Reparatur-Dienstleister, die in jeder größeren Stadt zu finden sind, geben in der Regel auch eine Gewährleistung auf die durchgeführte Arbeit ab.

Methode 2: Ladebuchse mit Druckluftspray reinigen

Wer es sich zutraut, den Ladeanschluss des Smartphones selbst von Schmutz zu befreien, kann auf ein kostengünstiges, praktisches Hilfsmittel aus dem Baumarkt zurückgreifen: die Druckluftdose. Mit der kleinen Dose kann ein kräftiger Luftstrahl punktgenau auf schwer zugängliche Stellen gerichtet werden, um Staub und losen Schmutz zu entfernen. Beim Anwenden ist nur etwas Vorsicht geboten. Die Druckluft solltet ihr deshalb sehr sparsam einsetzen. Ganz kurze Luftstöße sind ausreichend und erzielen bereits Wunder. So geht ihr bei der Reinigung vor:

  1. Kauft euch ein Druckluftspray für ein paar Euro im Handel. Die Dosen besitzen meist einen dünnen Aufsteck-Halm, der zur Verlängerung an der Düse angesetzt werden kann, um punktuell zu pusten.
  2. Schaltet das Handy aus.
  3. Platziert die Sprühkopfverlängerung schräg an einer der länglichen Seiten der Ladebuchse.
  4. Blast ein oder zwei kurze Luftstöße  (weniger als eine Sekunde) in den Lightning Port.
  5. Untersucht mit Licht und Lupe, ob noch Schmutz zu sehen ist. Wenn ja, sprüht ihr noch einmal nach.
  6. Schaltet das Gerät an und testet, ob die Reinigung erfolgreich war.

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Alternative: Ladebuchse mit Blasebalg reinigen

Druckluftsprays sind sehr kraftvoll, etwas weniger stark sind Blasebälge, die schon seit langer Zeit beim Reinigen von empfindlichen Kamera-Sensoren und Objektiven eingesetzt werden. Das funktioniert ebenso zuverlässig und ohne Verbrauchskosten.

Produkt-Tipp: Blasebalg Giottos GTAA1900 Super Rocket-air Blower

Reinigung anderer Komponenten

Mit Druckluftspray oder Blasebalg lassen sich auch andere Komponenten des Smartphones wie der Kopfhöreranschluss gut von Schmutzpartikeln befreien. Praktisch sind diese Werkzeuge auch für die Reinigung von anderen kleinen und großen Teilen im Haushalt wie Computer-Tastaturen, schwer zugänglichen Backofenspalten, Toastern oder filigranem Schmuck.

Nico Barbat
von Nico Barbat

Nico Barbat, Jahrgang 1975, wollte „was mit Medien“ machen und wurde professioneller Wortschubser. Gründete und leitete Technik- und Sport-Magazine. Seit 2018 als Chefredakteur bei comprigo auf der Suche nach dem besten Produkt aller Zeiten. Hat ein Faible für Computer der 80er, Autos der 70er und Design der 60er und ist felsenfest überzeugt, dass „Monkey Island“ das bessere „Fluch der Karibik“ ist. Mag lange Wandertouren und träumt vom Haus am Fjord.