Ein Hund zieht ein: So seid ihr optimal gerüstet

“Ein Hund ist wie ein Herz auf vier Beinen”. Wir sagen euch, wie ihr euch auf den neuen Mitbewohner optimal vorbereitet.

Marta Pawlak von Marta Pawlak   |   06 September 2018
Ein Hund zieht ein: So seid ihr optimal gerüstet

Ihr habt ihn in der bellenden Menge gesehen und er hat euer Herz gestohlen. Der treue Blick, das sanfte Schwanzwedeln als Zeichen der Zuneigung. Nach etlichen Gassigängen steht der Entschluss fest: Dieser Hund aus dem Tierheim soll es sein. Schon lange hat der süße Vierbeiner auf ein Zuhause und eine neue Familie gewartet. Und vor euch steht eine Herausforderung, die viel Geduld, Verständnis, Zeit und Engagement erfordert. Dafür bekommt ihr aber eines zurück: grenzenlose Hundeliebe. Denn Hunde sind die einzigen Wesen, die uns mehr lieben als sich selbst. 

Trotzdem fragt ihr euch vielleicht, ob von nun an eure Wohnung oder euer Haus auf den Kopf gestellt wird. Aber keine Sorge, wir verraten euch, was ihr berücksichtigen solltet, bevor ihr einen Hund aus dem Tierheim adoptiert und wie ihr euer Zuhauses auf das gemeinsame Leben mit einem Vierbeiner vorbereitet.

Die bewusste Entscheidung

Ihr habt es wahrscheinlich schon tausendfach gehört, aber man kann es gar nicht oft genug sagen: Die Adoption oder der Kauf eines Hundes ist eine ernste Entscheidung, denn es erfordert Engagement für viele Jahre.

Es geht nicht nur um die finanzielle Frage, also um den Kauf einer Hundeausstattung, von Futter, Besuchen beim Tierarzt, Impfungen, Versicherungen oder Steuern. Einen Hund zu haben, ist eine zeitraubende Aufgabe - man muss ihm die richtige Menge an Bewegung geben und aufpassen, dass er nicht gelangweilt oder einsam ist. Zu Beginn werdet ihr viel Zeit mit seinem Training verbringen. Denkt auch daran, dass ein Hund aus einem Tierheim eine Vergangenheit hat, die manchmal auch nicht vollständig bekannt ist. Es wird eine Weile dauern, bis er euch vertraut.

Hund in einer Wohnung?

Viele Leute fragen sich, ob ein Hund in der Wohnung eine gute Idee ist. Ist das Leben in einem Hochhaus nicht eine Qual für einen Hund und wäre es vielleicht sogar besser, ihn in dem Tierheim-Zwinger zu lassen? Die Antwort: Nein, einen Hund in der Wohnung zu halten, ist keine Quälerei? Wenn ihr euer Haustier mit mindestens 3 Spaziergängen pro Tag, Aktivitäten und Spaß versorgen könnt, steht einem glücklichen Hundeleben nichts im Wege. Die Wohnung ist der Ort, in dem sich der Hund ausruhen sollte. Und wenn man berücksichtigt, dass ein Hund sogar 14 Stunden am Tag schläft (Welpen bis zu 20!), werden ihm ein paar Stunden in der Wohnung nicht schaden.

Dass ein Hund einen Garten braucht, ist ein weiterer Trugschluss. Denn nach nur wenigen Tagen im Garten kennt der Hund jede Ecke "wie seine eigene Westentasche" und er langweilt sich einfach. Außerdem kann so ein Garten niemals das Gassigehen ersetzen. Jeder Hund braucht täglich Auslauf und den Kontakt zu anderen Artgenossen.

Rund um Hund

Was ihr außerdem klären solltet, bevor ihr einen Hund holt: Ist niemand aus der Familie gegen Hundehaare allergisch? Um das festzustellen, gibt es Allergietests, mit denen man sich unangenehme Überraschungen erspart. 

Denkt auch an Situationen, wo ihr Urlaub machen möchtet. Nicht überall kann man den Hund mitnehmen, zum Beispiel bei langen Flugreisen. Andere Ziele wiederum eignen sich sehr gut für einen Urlaub mit Hund. Mehr dazu findet ihr in dem Artikel "Unvergesslicher Urlaub mit deinem Hund".
Erkundigt euch aber in jedem Fall bei Familie und Freunden, ob sie sich während eure Abwesenheit um den Hund kümmern können, z.B. auch wenn ihr mal krank werdet. Tipp: Es gibt eine Reihe von Hundehotels oder Apps wie DogBuddy, über die man Hundesitter in der Nähe finden kann.

Neues Zuhause, neues Leben

Der Umzug aus dem Tierheim in ein neues Zuhause ist eine große Veränderung für den Hund und bedeutet viel Stress. Gebt ihm genügend Zeit, zur Ruhe zu kommen und sich mit der neuen Situation vertraut zu machen. Vielleicht wird der Hund nicht viel schlafen und essen. Vielleicht wird er auch misstrauisch wirken, sogar aggressiv - das zeugt von der großen Unsicherheit, der euer neuer Mitbewohner ausgesetzt ist und gilt als ganz normale Reaktion. Wenn ihr Kinder habt, erklärt auch ihnen, dass der Hund erst mal Zeit braucht. Verrücktes Spielen und lange Streicheleinheiten müssen also noch warten. Um dem Hund zusätzlichen Stress zu ersparen, beginnt nicht sofort mit dem Training und badet ihn auch nicht gleich nach der Ankunft aus dem Tierheim. Das ist wirklich zu viel für einen verängstigten Hund. Ändert auch das Futter nicht sofort, das kann zu Magenprobleme führen. 

Ihr habt immer noch Lust, euch um einen Hund aus dem Tierheim zu kümmern? Perfekt. Wir gratulieren euch zu dieser wunderbaren Entscheidung und versichern euch: Wenn ihr einen Hund adoptiert, werdet ihr nicht die ganze Welt verändern, aber ihr werdet die Welt dieses einen Hundes verändern! Doch vorher gehen wir noch schnell einkaufen und besorgen die wichtigsten Dinge für ein schönes Hundeleben: 

Gutes und gesundes Essen für Hunde ist genauso wichtig wie für uns Menschen. Es beeinflusst die Gesundheit, Energie und das Aussehen. Darauf solltet ihr achten:

  • Fleisch sollte der Hauptbestandteil des Hundefutters sein. In billigem, trockenen Hundefutter ist oft zu viel Getreide enthalten, das als Füllstoff benutzt wird. 
  • Rohfette - unter anderem Fette, Wachse und Öle aus pflanzlicher und tierischer Herkunft. Diese Zutaten sorgen sogar für mehr Energie als Proteine. Gute Öle sind zum Beispiel Omega 3-Öle, die man im Fisch findet.
  • Auch Gemüse ist ein wichtiger Teil der Hundeernährung. Es ist gut für die Darmgesundheit, liefert Vitamine und sorgt für die Energie.
  • Zucker gehört nicht ins Hundefutter!

Gutes Hundefutter ist nicht billig. Also lasst lieber die Finger von Hunde-"Fast Food" aus dem Supermarkt. Wir empfehlen euch zum Beispiel "Taste of the wild Pacific Stream". Es enthält alles für eine gesunde Ernährung. comprigo-Tipp: Größere Verpackung wählen - so ist der Preis pro Kilogramm niedriger.

Achtung: Welpen brauchen spezielles Hundefutter!

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Euer Hund sollte seinen eigenen Platz haben, wo er sich entspannen kann. Das kann eine Decke oder ein Körbchen sein. Hierhin kann sich der Hund zurückziehen, auch wenn Gäste kommen. Für diesen Zweck ist es sehr hilfreich, dass der Hund das Kommando "Decke" oder "Geh auf dein Platz" kennt. Im Internet findet ihr praktische Videos, die zeigen, wie ihr diesen Befehl trainiert.

Gewöhnliche Bettchen aus Schaumstoff-Flocken können die Gelenke des Hundes schädigen, deswegen empfehlen wir weiche, mit Polyesterwatte gefüllte Modelle. Dieses Hundebett von Pets & Partner ist außerdem robust und kratzfest. Den Bezug kann man in der Waschmaschine waschen. Und nicht zuletzt: das Design ist total überzeugend!
  

Baden
Auch Hunde brauchen regelmäßige Pflege, allerdings sollte man sie so selten baden wie möglich, sonst kann die Haut austrocknen. Falls ihr merkt, dass der Hund angefangen hat zu "riechen", besorgt am besten ein pflanzliches Neemöl Shampoo. Es ist hautfreundlich und macht das Fell glänzend und leicht kämmbar.

Bürsten
Bei manchen Rassen wie dem Tibet Terrier steht das Bürsten fast täglich auf dem Programm, kurzhaarige Rassen wie Ridgebacks muss man dagegen nie bürsten. Für Vierbeiner mit mittellangem/langem Fell empfehlen wir eine ZupfbürsteMöchtet ihr lieber einen Kamm benutzen, ist der Abstand der Zahnung wichtig. Breite Zahnung eignet sich für Hunde mit dickem Fell, für die mit dünnem reicht ein Kamm mit schmaler Zahnung.

Nagelpflege
Warum überhaupt? Die Nagelpflege ist gleichzeitig eine Gesundheitsvorsorge. Lange Krallen sind unangenehm beim Laufen. Im schlimmsten Fall können sich die Krallen sogar entzünden. Wie ihr die Krallen richtig schneidet, fragt ihr am besten euren Tierarzt, auf jeden Fall braucht ihr gutes Werkzeug

Ja, eine Leine braucht ihr natürlich auch. Wenn ihr nicht sicher seid, ob der neue Hund gut an der Leine läuft, wählt eine, die man doppel sichern kann, am Halsband und am Geschirr. Dank der starken Reflektoren könnt ihr auch ruhig in der Dämmerung Gassi gehen.

Wenn der Hund noch nicht zuverlässig auf euch hört, versucht es mit einer 10 Meter langen Schleppleine. Die könnt ihr einfach ans Geschirr machen und über den Boden schleifen lassen. Ignoriert der Hund euer Rufen, tretet ihr einfach auf die Leine und holt den Hund damit wieder zu euch zurück.

Ein Halsband sollte euer Hund immer tragen. Versehen mit einer kleinen Plakette mit eurer Adresse und Handynummer, bekommt ihr den Hund schnell zurück, wenn er euch mal verloren geht. Zum Gassi gehen aber ist das Halsband nicht die beste Option. Wenn der Hund richtig zieht, kann er sich ernsthaft verletzen (am Kehlkopf oder der Wirbelsäule). Ein Geschirr dagegen verteilt den Druck gleichmäßiger auf etwas unempfindlichere Stellen. Außerdem gibt es euch mehr Kontrolle über den Hund. Achtet auf reflektierende Streifen - so wird der Hund auch noch besser gesehen.

Einen Fressnapf brauchen Hunde auch, klar. Es kann eine gewöhnliche Metall-Schüssel oder auch ein normaler Teller sein, aber wenn ihr euren Vierbeiner ein bisschen verwöhnen wollt und auf schönes Design steht, ist dieser Napf die perfekte Option. Die zwei schicken Emaille-Schüsseln haben einen Durchmesser von 16 cm, die Napfstation ist also für kleine und mittlere Hunde perfekt geeignet. 

Spielen macht Spaß, besonders den Hunden! Die Auswahl an Spielzeug ist riesig, sie reicht von Bällen über Frisbee-Scheiben bis hin zu Tauen. Aber es gibt auch richtige Strategie-Spiele wie die Trixie Dog Activity Poker Box. Hierbei muss der Hund mit der Nase oder den Pfoten einige Hebel in Bewegung setzen, um an seine Belohnung zu kommen. Wir garantieren, dass ihr euch köstlich amüsieren werden, wenn euer Hund alle möglichen Techniken ausprobiert.  

Ein weiteres gutes Mittel gegen Langeweile ist der Kong. Dieses Spielzeug aus Naturkautschuk lässt sich mit Leckereien wie Hüttenkäse befüllen, die der Hund dann mit viel Geduld herauskauen und lecken kann. Das ist besonders praktisch, um den Hund zu beschäftigen, wenn ihr die Gäste habt oder ihn mal alleine lassen müsst.

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Ein Hundebox hat zwei Funktionen. Erstens, es hilft natürlich beim Transport eines Hundes. Gut sind klappbare Modelle, die man überall schnell auf- und abbauen kann.

Die zweite Funktion ist besonders bei Welpen sinnvoll. In der Box finden sie ein ruhiges Plätzchen, um sich zu entspannen und ein bisschen zu schlafen. Außerdem sind sie sicher untergebracht, wenn man mal gerade keine Zeit hat, ständig hinter ihnen herzulaufen, um zu schauen, dass sie nichts anknabbern. 

Marta Pawlak
von Marta Pawlak

Jounalismus und Media Logistik-Absolventin der Universität Warschau, wo sie ursprünglich auch herkommt. Hat sich in Bonn nun für den Master in Medienwissenschaften entschieden. Ihr Herz schlägt für jeden Hund, den sie auf der Straße sieht. Stolze Besitzerin von zwei Mischlingen, mehrjährige Vegetarierin, beschäftigt sich am liebsten mit Themen von Essen, Sport bis Kino. In der Freizeit tobt sie sich am Liebsten bei Zumba aus.