Futterhäuschen für Vögel: Lieblingsplätze von Meise und Co.

Im Winter sind viele Vögel auf menschliche Hilfe angewiesen. Doch nicht jedes prall gefüllte Vogelhaus wird auch angenommen. Hier erfahrt ihr, welche Futterhäuschen Vögel wirklich lieben und wie ihr einen Futterplatz selbst baut.

Susanne Mittenhuber von Susanne Mittenhuber   |   31 Dezember 2018
Futterhäuschen für Vögel: Lieblingsplätze von Meise und Co.

Ein Vogelhäuschen im Garten oder auf dem Balkon sieht hübsch aus, und wenn sich dann noch Rotkehlchen, Meisen & Co. ein munteres Stelldichein geben, macht der Futterplatz richtig Spaß. Doch ist so eine Fütterung wirklich sinnvoll? Schließlich bietet ja auch die Natur einen reich gedeckten Tisch. „Vögel, die zum Überwintern hierherkommen oder ganzjährig in unseren Regionen leben, sind eigentlich perfekt angepasst und können sich auch bei Minusgraden selbst versorgen“, sagt Eric Neuling, Vogelschutzreferent beim NABU. „Das Problem ist jedoch, dass ihre natürlichen Nahrungsquellen verschwinden.“ Deshalb sind Futterhäuschen nicht nur im Winter eine sinnvolle Hilfe für die gefiederten Gäste.

Wenn Würmer und Samen knapp werden

Verantwortlich für die Nahrungsknappheit sind neben den vielen Asphalt- und Kiesflächen in den Städten auch die „aufgeräumten Gärten“, erklärt der Experte. „Normalerweise finden Vögel unter altem Laub noch einige Insektenlarven und Tausendfüßler oder bedienen sich an den vertrockneten Samenständen von Stauden. Wenn das fehlt, weil alles weggefegt und sauber abgeschnitten wird, bekommen Rotkehlchen und Meisen tatsächlich ein Problem.“ In diesen Fällen und um Vögel besser kennenzulernen, empfiehlt der NABU, Vögel im Winter zu füttern. Mit Naturschutz hat das jedoch wenig zu tun, stellt Eric Neuling klar. „Man kann mit einem Futterplatz auch keine bedrohte Vogelart retten, aber man hilft ganz konkret einigen Vögeln über den Winter.“

Futtersilo und Futterspender

Rotkehlchen auf verschneitem Ast

Doch wie sieht der optimale Futterplatz aus? Das klassische Vogelhäuschen mit Dach und viel Platz darunter gilt mittlerweile als veraltete Form. Vor allem, wenn viele Vögel den Platz nutzen und auf dem ausgelegten Futter herumlaufen, wird es kritisch. Das Futter kann mit Kot verunreinigt werden und Keime können übertragen werden. Vogelschützer empfehlen daher Futtersilos und Futterspender. Der Vorteil: Es gelangt immer nur eine bestimmte Menge Futter in eine Futterrinne. Körner oder Haferflocken bleiben also nie lange liegen, und die Gefahr der Verunreinigung ist gering.

Dennoch muss man deshalb das alte Vogelhäuschen nicht gleich wegwerfen! „Wer das alte Häuschen weiter nutzen will, muss sich aber um die Hygiene kümmern“, sagt Eric Neuling. So muss die Fläche regelmäßig gereinigt werden und altes Futter entfernt werden. Auch solltet ihr darauf achten, dass das Futter nicht feucht wird. Diese Vorsichtsmaßnahmen gelten erst recht, wenn Sonnenblumenkerne oder Rosinen direkt auf der Terrasse oder einer Ecke im Garten ausgestreut werden. „Man kann das machen“, so der Experte, „aber man sollte nicht zu viel auslegen, um keine Ratten anzulocken.“

Für Weichfutterfans und Körnerliebhaber

Wer noch mehr für heimische Garten- und Singvögel tun möchte, sollte auf die verschiedenen Geschmäcker eingehen. So bevorzugen Rotkehlchen, Mönchsgrasmücke, Amseln und Heckenbraunellen weiches Futter wie Rosinen und Haferflocken. Amseln lieben zudem Fallobst und freuen sich über einen Apfel an der Futterstelle. Meisen, Spatzen, Finken und Kleiber dagegen brauchen Körner oder Fett. Der Meisenknödel mit seinem Mix aus Kokosfett und Sonnenblumenkernen ist daher nicht umsonst so beliebt bei den Körnerfressern.

„Um möglichst vielen Arten im Winter zu helfen, sollte man daher das Futter mischen“, empfiehlt Eric Neuling. Also zu den Sonnenblumenkernen auch ein paar Rosinen und Haferflocken geben. Energiereiches Futter ist zudem immer willkommen. Eine Alternative zum Meisenknödel sind Kokosschalen, die mit einem Fett-Körner-Gemisch gefüllt sind.

Schwedisches Futter- und Nisthaus von Wildlife Garden

  • sehr robust verarbeitet
  • liebevolles Design
  • als Futterplatz und Nistkasten nutzbar
  • auch in anderen Formen und Farben erhältlich
  • etwas teurer als einfache Futterhäuschen
  • nicht für größere Vögel wie Amseln geeignet
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Einfach schön ist diese kleine Schwedenkate im für Skandinavien so typischen rot-weißen Design, ein echter Hingucker für jeden Garten und Balkon. Das hochwertige Häuschen bietet für kleinere Vögel wie Kohl- und Blaumeisen oder Rotkehlchen gleich zwei praktische Funktionen: Im Winter dient der untere Teil mit zwei Sitzstangen als Futterstelle, im Frühjahr und Sommer kann im Haupthaus ein Vogelpärchen brüten. Je nach Einsatzzweck können die beiden Sitzstangen abgenommen oder das Nistloch verschlossen werden. Das Dach lässt sich für die Reinigung öffnen und mit zwei Bolzen vor Marderzugriffen sichern. Robust und langlebig und zugleicht liebevoll gestaltet und verarbeitet.

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Klassisches Vogelhaus aus Birke mit Futtersilo

  • solide Verarbeitung
  • leichte Befüllung des Silos
  • einfache Montage
  • natürliche Optik
  • witterungsbeständig
  • schwer - ein Standortwechsel ist daher mühsam
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Schnörkellos, robust und funktional – dieser Futterplatz erfüllt die zwei wichtigsten Anforderungen: Das Futter bleibt dank des Silos immer trocken, und Vögel können von allen Seiten anfliegen. Mit einer Breite von 60 cm bietet das Vogelhaus außerdem genügend Platz für mehrere Vögel. Gute Chancen also, um Vögel zu beobachten. Das unbehandelte Birkenholz sowie das Dach aus Schilfrohr stellen keine Gefahrenquelle dar und fügen sich gut in einen naturnahen Garten ein. Das Vogelhaus hat eine Höhe von 145 cm. Die gekreuzten Ständer aus Birkenholz sind einfach zu montieren.

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Kunststoff-Vogelfutterhaus von Hammarplast

  • fasst bis zu 1,5 l Futter
  • vorhandene Futtermenge kann gut kontrolliert werden
  • sehr stabil
  • gut zu reinigen
  • bei starken Regen von der Seite kann Wasser in die Futterrinne gelangen
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Vogelhaus und Futterspender in einem. Das Kunststoffdach wird an der Aufhängeschnur nach oben geschoben und so geöffnet. Auf diese Weise lässt sich der Futterspender einfach befüllen. Das Vogelfutterhaus hat eine Höhe von 27 cm, die Futterrinne ist 3,5 cm hoch. Das Vogelhaus ist zum Aufhängen an einem Baum gedacht, kann aber auch auf eine Stange montiert werden.

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Futterspenderkugel von Opus

  • Schmuckstück für den Garten
  • hochwertige Verarbeitung
  • feinmaschiges und rostfreies Metallgitter
  • praktisch für Körner und Samen
  • Deckel lässt sich schwer öffnen
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Eine große wiederauffüllbare Kugel aus Metallgitter, die auch optisch ein Hingucker ist. In dem stabilen Gehäuse ist Platz für sechs Tassen Körner und Samen. Vögel können gut anfliegen und sich an der Futterkugel einhacken. Mit einem Durchmesser von 15 cm können sich auch mehrere Vögel gleichzeitig an dem Inhalt bedienen.

Vogelhaus mit 7 Futterstationen von Gärtner Pötschke

  • hergestellt aus FSC-zertifiziertem Holz
  • verschiedene Futterstationen
  • inklusive Wasserschale
  • offene Bauweise
  • schwer zu reinigen
  • einfache Verarbeitung
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Ein attraktives Futterhaus, das auf die Bedürfnisse von Weichfutter- und Körnerfressern eingeht. Das Haus besteht aus zwei Futtersilos, einer offenen Futterschale, einer Vorrichtung, um einen Apfel anzubringen, einer Drahtschale für Rosinen sowie einem Korb für Meisenknödel. Positiv ist außerdem die Wassertränke. Das Dach lässt sich aufklappen und ermöglicht so ein einfaches Befüllen.

Futtersäule Big Tower von Erdtmanns

  • hochwertige Verarbeitung
  • leicht zu reinigen
  • Platz für viel Futter, muss nicht ständig nachgefüllt werden
  • relativ teuer
  • Der Bodensatz kann von den Vögeln nur schwer erreicht werden
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Stabile Futtersäule aus Plexiglas mit sechs Öffnungen und runden Sitzringen. Dadurch können auch mehrere Vögel gleichzeitig die Futtersäule nutzen. Die Säule hat eine Höhe von 38 cm. Komplett gefüllt wiegt die Futterstation je nach Art des Inhalts etwa zwei Kilo. Das Futter bleibt trocken und ist gut sichtbar. So hat man die Füllmenge stets im Blick.

Deko-Futterstelle mit Apfelspieß von Gardens2you

  • Blickfang im Garten
  • Apfelspieß
  • auch zum Aufspießen von Meisenknödel oder Kokosschalen geeignet
  • Farbe blättert schnell ab
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Ein originelles Vogelhäuschen, das für Amseln & Co. einen echten Leckerbissen bereit hält. Denn der stabile Metallspieß eignet sich auch für große Äpfel. Dank des breiten Bodens können sich die Amseln problemlos bedienen. Das grünlackierte Häuschen mit Sternen-Ausschnitt und Sternen-Deko ist zudem ein schöner Blickfang im Garten. Das Dach ist aus Metall und verfügt über einen Haken zum Aufhängen.

Tipp: Der richtige Standort fürs Futterhaus

Manchmal kommt es vor, dass ein Futterhäuschen im Garten nicht so viele Vögel anlockt wie erhofft. Eric Neuling rät zur Geduld. „Vögel beobachten einen neuen Platz eine Zeit lang. Erst wenn er ihnen sicher erscheint, nehmen sie ihn an.“ Ein Grund, warum Vögel wegbleiben, können Katzen sein. Streicht eine Katze regelmäßig durch den Garten, ist er für Vögel eine potenzielle Gefahrenzone. Grundsätzlich sollte der Futterplatz hoch genug angebracht sein, damit Katzen ihn nicht erreichen können. Aber auch ein zu großes Nahrungsangebot kann die Ursache sein, dass Vögel nur zögerlich kommen. Werden sie in den Nachbargärten bereits gut versorgt, haben sie an einem neuen Platz zunächst keinen Bedarf. Prinzipiell sollte der Futtersilo so angebracht sein, dass er von allen Seiten offen ist. „So können Vögel die Stelle nicht nur gut anfliegen, sie bemerken auch sofort Katzen oder Greifvögel wie den Sperber“, erklärt Eric Neuling.

Steht der Futterspender nah am Haus oder auf dem Balkon, stellen Fensterscheiben oft eine Gefahr für Vögel dar. Mit Blumentöpfen auf der Fensterbank und Aufklebern kann man verhindern, dass Vögel dagegen fliegen.

Do it yourself: So baut ihr einen Futterplatz

Etwas handwerkliches Geschick und ein paar Materialien aus dem Baumarkt – mehr braucht ihr nicht, um ein solides Vogelhaus mit Futterspender selbst zu bauen. Nötig dafür sind 18 mm dicke Bretter möglichst aus FSC-zertifizierten Fichten- oder Kiefernholz, eine 10 mm dicke Holzleiste, 3 mm starkes Plexiglas, Holzschrauben, 2 Ösenschrauben mit Holzgewinde sowie ein dickes Seil. Habt ihr eine Säge zuhause, kann es losgehen. Der NABU zeigt in einer leicht verständlichen Anleitung inklusive Video, wie das Häuschen aufgebaut wird.

Ihr könnt aber auch Recycling-Materialien verwenden. Leere PET-Flaschen oder Plastikbehälter eignen sich ebenfalls als Futtersilo!

Susanne Mittenhuber
von Susanne Mittenhuber

Sie hat Fernsehen gemacht, für Zeitungen und Zeitschriften geschrieben und findet, dass es online im Moment am spannendsten ist. Sie interessiert sich für alles, was mit Natur zu tun hat und entdeckt die Welt am liebsten zu Fuß.